Mitten im Leben

Ein Zuhause in einem Township
für gefährdete Kinder und Jugendliche

HOKISA –
ein Pilot­projekt in Südafrika

HOKISA ist ein Pilotprojekt in Masiphumelele, einem der ärmsten Townships im Süden von Kapstadt mit mehr als 40.000 Bewohner:innen.

Als wir 2001 begannen, waren wir die erste Einrichtung, die Medikamente gegen HIV und Aids an Kinder und Jugendliche gab, die bei uns wohnten, weil ihre Eltern an Aids gestorben waren – und es auch sonst keine Familien­angehörigen gab oder die bereit waren, sich um sie zu ­kümmern. Alle diese Kinder haben überlebt und sind heute junge Erwachsene. Bewusst blieb HOKISA im Township mit allen Herausforderungen von Armut und Kriminalität, um mitzuhelfen, dass niemand ausgegrenzt wird und wir ein Teil der Nachbarschaft werden konnten.

Unser HOKISA-Arzt, Dr. Peter Jacka, steht in seiner bescheidenen Praxis auch anderen Patient:innen sechs Tage in der Woche zur Verfügung. Inzwischen haben endlich alle Menschen in Südafrika Zugang zu Antiretroviral-Medikamenten gegen HIV/Aids, wodurch wir nun auch mehr Kinder und Jugendliche bei uns haben, die zwar noch eine Mutter oder einen Vater haben, die sich aber aus anderen, meist sozialen Gründen nicht um sie kümmern können. Alle Kinder sind auf Beschluss der zuständigen Jugendrichterin bei uns – und wir kom­munizieren regelmäßig mit dem Sozialmisterium.

Manche mögen sagen: Was kann ein einziges Kinderhaus gegenüber dem riesigen Problem von Aids in Südafrika ausrichten? Denkt dran: Nur auf eine Weise kann man einen Elefanten essen: Ein Stück nach dem anderen.

Friedensnobelpreisträger und Erzbischof em. Desmond Tutu (1931–2021) am Tag der Eröffnung des ersten HOKISA Homes, am 1. Dezember 2002

HOKISA –
für einander da sein

HOKISA (Homes for Kids in South Africa – ein Zuhause für Kinder in Südafrika) hat nicht nur dafür gesorgt, dass hier jeweils rund 20 Kinder und Jugendliche dauerhaft ein Zuhause finden und eine Schul- und Berufsausbildung erhalten. HOKISA wurde auch zu einem Modell dafür, wie durch Aufklärung und Engagement HIV-Infektionen als auch jede Art von Diskriminierung gegen sie verhindert werden können.

Die meisten Mitarbeiter:innen bei HOKISA wohnen im Township, die hier ihrerseits Berufsausbildungen, zum Beispiel als Erzieher oder Fortbildungen vom Führerschein bis zu gesunder Ernährung, absolvieren können. Damit zeigt HOKISA auch Wege zur dauerhaften Überwindung von Armut auf.

Nicht Separation, sondern das Miteinander steht im Vordergrund. Das hilft Vorurteile abzubauen und neue Perspektiven für Kinder und Jugendliche und ihre Familien zu eröffnen.

HOKISA –
begonnen am Welt-Aids-Tag 2002

2002 : wurde das erste HOKISA-Kinderhaus eröffnet. HOKISA begann mit der Medikamentierung von Kindern, als die Regierung dies öffentlichen Einrichtungen noch untersagte.  Alle damals behandelten Kinder überlebten.

2003 : wurde ein »Doktorhaus« auf dem Gelände von HOKISA errichtet – dort arbeitet der einzige Hausarzt des Ortes, der damals rund 30.000 Einwohner hat.

2005 : wurde HOKISA auf einem internationalen Ärztekongress in Kapstadt als »Modellprojekt« für den Einsatz von aidshemmenden Medikamenten unter den Bedingungen einer Armensiedlung ausgezeichnet.

2005 : eröffnete Erzbischof Tutu in Masiphumelele das HOKISA-Friedenshaus für Jugendliche und junge Erwachsene sowie für MitarbeiterInnen von HOKISA. Dort finden seitdem auch regelmäßige Treffen einer Jugend- und einer Frauengruppe zur Aufklärung über HIV und Aids und zur gegenseitigen Unterstützung statt.

2009 : Die Gründer und ersten Direktoren von HOKISA, die südafrikanische Universitätsdozentin (em.) Karin Chubb und der deutsch-niederländische Schriftsteller Dr. Lutz van Dijk geben die Leitung an die nächste Generation weiter. Heute wird HOKISA von einem Management-Team geleitet. Es besteht 2022 aus dem Direktor Phillip Rihlampfu, den leitenden Erzieherinnen Eunice Mbanjwa und Mandisa Mahlumba, dem freiwilligen Vorstandsmitglied Perry Tsang und der Sozialarbeiterin Susan Purvis. 

2010 : Der südafrikanisch-deutsche Kinofilm »Themba« (nach dem Roman von Lutz van Dijk) erzählt die Geschichte eines HIV-positiven Jungen und seiner Schwester und gewinnt internationale Preise (u.a. UNICEF Paris, Cinema for Peace New York, DGB Deutschland). 

2012 : Ein neues HOKISA-Haus für Jugendliche wird gebaut, außerdem ein eigenes Beratungszentrum gleich neben dem Doktorhaus, in dem auch eine Sozialarbeiterin arbeitet. 

2019 – 2022 : Zu Zeiten von Corona ziehen wir mit einigen besonders gefährdeten Kindern und Jugendlichen für einige Monate in ein gemietetes Haus in einen Nachbarort, um eine Isolation gewährleisten zu können. Alle Kinder und Erwachsenen überstehen diese Zeit. 

2022 : Das HOKISA-Projekt für Kinder und Jugendliche in Masiphumelele feiert sein zwanzigjähriges Bestehen.

HOKISA –
unsere Partner:innen in der Welt

HOKISA wird in Südafrika und international von Einzelpersonen, aber auch Schulen, Jugend­gruppen und Firmen unterstützt, u.a. in den Niederlanden, Irland, England, den USA und durch unseren »Förderverein HOKISA e.V.« in Deutschland. Wir teilen mit HOKISA in Südafrika die Einschätzung, dass konkrete Hilfe nur dann langfristig und nachhaltig wirkt, wenn sie mit Achtung vor den Gegebenheiten in der Umgebung des Projekts geschieht und zugleich auch Aufklärung gegenüber Tabus und Ungerechtigkeiten leistet.

HOKISA –
so wirksam kann eine Spende sein

Für 25 Euro können Schreibmaterialien für ein Schulkind für ein Jahr gekauft oder ein Spiele- Nachmittag für gut 40 Kinder veranstaltet werden.

Für 50 Euro kann eine Geburtstagsparty für ein Kind mit allen Freundinnen und Freunden gefeiert werden.
Für 200 Euro kann ein Kind eine Woche lang rund um die Uhr im HOKISA-Haus betreut, gesund ernährt, gekleidet, zur Schule geschickt und mit nötiger Medizin versorgt werden.
Spendenkonto

Bank für Sozialwirtschaft Köln
BIC  BFSWDE33XXX
IBAN  DE48 3702 0500 0008 3370 00

Echter Reichtum ist nicht ein dickes Auto, sondern etwas im Herzen – zum Teilen mit anderen, wodurch du noch reicher wirst.

Thandi (Name geändert), 16 Jahre, seit ihrem 2. Lebensjahr im HOKISA-Kinderhaus aufgewachsen

HOKISA –
Förderverein für Bonn

Der Förderverein Hokisa e.V. in Bonn wurde gegründet, um Menschen die Möglichkeit zu geben, HOKISA in Südafrika durch Spenden zu unterstützen. Die Spenden sind steuerlich absetzbar und werden von uns mit möglichst geringem finanziellen und organisatorischen Aufwand an HOKISA / Südafrika weitergeleitet. 

Zudem möchte der Verein in Deutschland Informationen über HOKISA / Südafrika weiter verbreiten. In einem Anhang der HOKISA-Website veröffentlichen wir regelmäßig deutschsprachige Informationen zu HOKISA und zu Aktivitäten und Terminen von HOKISA-Unterstützer:innen.

Downloads

Informationsbrief

Zuerst die gute Nachricht: Corona ist vorerst keine tödliche Bedrohung in Südafrika mehr – und alle unsere Kinder und Erwachsenen haben es überstanden.

Spenderbrief

In den mehr als 20 Jahren im engen Kontakt zu HOKISA Südafrika haben wir reichlich von dem guten Sinn erfahren, den dieses Projekt nach innen und außen ausstrahlt.

Förderverein HOKISA e.V.
c/o BildungsForum Lernwelten

Im Krausfeld 30a
53111 Bonn

hokisa@bf-bonn.de

Spendenkonto
Bank für Sozialwirtschaft Köln

BIC  BFSWDE33XXX
IBAN  DE48 3702 0500 0008 3370 00

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